Zwischen 2025 und 2035 sieht es so aus, als ob der Angeltourismus weltweit richtig an Fahrt aufnimmt. Viele Leute wollen ja etwas anderes erleben und suchen danach, mal in die entlegenen Wasserwege einzutauchen. Dabei steht nicht nur das reine Angeln im Vordergrund – oft geht es auch darum, neue Kulturen zu schmecken oder einfach den Reiz des Unbekannten zu erleben. Manche Reisende sind ganz wild auf diese ungewöhnlichen Flusstouren, weil sie dabei nicht nur Techniken des Angelns erlernen, sondern auch lokale Traditionen auf ihre eigene Art entdecken.
Schon die Zahlen untermauern diesen Eindruck: Im Jahr 2025 wird der Markt mit ungefähr 89,8 Milliarden US-Dollar beziffert, und man rechnet im Großen und Ganzen mit einem jährlichen Wachstum von etwa 10,9 %. Bis 2035 könnten sich die Werte dann auf rund 252,7 Milliarden US-Dollar belaufen. Man könnte sagen, es liegt an der wachsenden Nachfrage nach individuellen Reisen, dem besseren Zugang zu abgelegenen Angelgebieten und den technischen Neuerungen, die es ermöglichen, Touren exakt auf unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen zuschneiden zu lassen.
Der Sektor hat allerdings auch seine Herausforderungen. Umwelt- und Naturschutzvorgaben, zu denen unter anderem Fangquoten, Meeresschutzmaßnahmen und nachhaltige Fischereipolitiken zählen — solche Regelungen werden weltweit durchgesetzt —, beeinflussen stark, wie viel Angebot realistisch angeboten werden kann. Das bedeutet, der Markt muss stets mit diesen Beschränkungen rechnen.
Hinzu kommt, dass das Angelerlebnis stark vom Wetter und vom typischen Angelkalender abhängt. Unvorhersehbare Bedingungen können zu schwankenden Einnahmen und betrieblichen Schwierigkeiten führen. Deshalb setzen viele Unternehmen auf neue Ansätze: Sie wappnen sich mit nachhaltigen Fischereipraktiken, kooperieren mit Naturschutzgruppen und erweitern ihr Portfolio, indem sie auch ganzjährige Angebote anbieten – seien es Öko-Touren, Beobachtungen von Wildtieren oder speziell organisierte Wolfsbarschfischen-Ausflüge.